Erfahren Sie, wie Sie agentenbereite Flows erstellen
Lernziele
Nachdem Sie diese Lektion abgeschlossen haben, sind Sie in der Lage, die folgenden Aufgaben auszuführen:
- Erstellen eines Flows, der einer Agentenaktion zugewiesen werden kann
- Schreiben aussagekräftiger Namen und Beschreibungen für die Ressourcen eines Agentenaktions-Flows
- Erstellen passender Variablen in einem Agentenaktions-Flow
- Einschränken der Daten, auf die Ihr Agent und seine Agentenaktions-Flows Zugriff haben
Trailcast
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Warum Sie in Agenten Flows verwenden sollten
Agentforce ist ein unglaublich leistungsstarkes Tool für Ihre Benutzer und Kunden, und ein Großteil dieser Leistungsfähigkeit stammt aus Flows. Zwar können Agenten auf Salesforce-Daten zugreifen, jedoch können sie diese Datei nicht verändern. Wenn Sie möchten, dass Ihr Agent Datensätze erstellt, aktualisiert oder löscht, müssen Sie eine Agentenaktion definieren, die die Daten ändert. Agentenaktionen können Apex-Klassen aufrufen, API-Aufrufe durchführen, Flows ausführen oder auf eine Prompt-Vorlage verweisen, aber Flows sind die einzige Methode, mit der die Daten Ihrer Salesforce-Organisation mit wenig Code beeinflusst werden können.
Flows bieten darüber hinaus ein zusätzliches Maß an Genauigkeit, wenn sichergestellt werden soll, dass der Agent mit bestimmten Daten arbeitet. Agenten können alle Salesforce-Daten lesen, für die Sie ihnen Leserechte erteilt haben, und alle Daten verwenden, die sie für relevant halten. Um die vom Agenten verwendeten Daten einzuschränken und die Genauigkeit des Agenten erheblich zu steigern, erstellen Sie einen Flow, der spezifische, präzise Daten abruft, um sie dem Agenten zuzuführen. Erteilen Sie dem Agenten anschließend Anweisungen, nur die vom Flow bereitgestellten Daten zu verwenden.
Also, was benötigen Sie, um eine Flow-basierte Agentenaktion zu erstellen?
Erstellen eines automatisch gestarteten Flows (kein Auslöser)
Agentenaktionen unterstützen nur Flows vom Typ "Automatisch gestarteter Flow (kein Auslöser)". Während andere Flow-Typen – wie beispielsweise durch Datensätze ausgelöste Flows – technisch gesehen als automatisch gestartet gelten können, muss der zugewiesene Flow ausdrücklich vom Typ "Kein Auslöser" sein. Wenn Sie einen vorhandenen Flow in einer Agentenaktion verwenden möchten und er nicht diesem Typ angehört, müssen Sie den Flow mit dem Flow-Typ "Automatisch gestarteter Flow (kein Auslöser)" neu erstellen.
Anschauliche Beschreibungen
KI-Technologie stützt sich sehr stark auf Wörter. Damit Sie gute Ergebnisse erzielen, wenn Sie eine KI bitten, Text zu generieren, müssen Sie ihr detaillierte Anweisungen geben, und sie muss über detaillierten und genauen Quelltext verfügen. Das trifft auch auf jeden anderen Flow zu, den Sie als Agentenaktion ausführen möchten.
Agenten verwenden die Variablennamen von Flows sowie die Daten, mit denen der Flow arbeitet, um die Aktionen des Flows zu verstehen. Daher ist es wichtig, genaue, beschreibende Namen für die Ein- und Ausgabevariablen Ihrer Flows zu verwenden. Vermeiden Sie Variablennamen wie "foo". Verwenden Sie stattdessen beschreibende Variablennamen wie "Account_ID".
Es ist zwar bereits bewährte Praxis, allem in einem Flow Beschreibungen hinzuzufügen, doch ist dies umso wichtiger, wenn der Flow durch eine Agentenaktion ausgeführt wird. Agenten nutzen die Beschreibungen von Flows und die Beschreibungen ihrer Variablen. All dieser Text hilft dem Agenten, die Funktionalität des Flows und die Daten zu verstehen, mit denen der Flow arbeitet.
Achten Sie besonders darauf, aussagekräftige Namen und Beschreibungen für die Eingabe- und Ausgabevariablen des Flows zu verwenden. Ohne einen eindeutigen Namen und eine eindeutige Beschreibung kann der Agent nicht zuverlässig bestimmen, was er mit einer Variablen und ihren Daten tun soll.
Hier sind einige Beispiele für gute Beschreibungen:
Texttyp |
Weniger effektive Beschreibung |
Effektivere Beschreibung |
|---|---|---|
Flow-Beschreibung |
Aktualisiert eine Telefonnummer |
Aktualisiere die Telefonnummer des Benutzers, die seinem Kontaktdatensatz zugeordnet ist. Wenn kein passender Kontakt vorhanden ist, erstelle einen neuen Kontaktdatensatz. |
Name der Flow-Ausgabevariablen |
OrderColl |
Sorted_Cupcake_Orders_Collection |
Beschreibung der Flow-Ausgabevariablen |
Eine Sammlung von Cupcake-Bestellungen. |
Eine Sammlung der Cupcake-Bestellungen des Kunden, sortiert nach der vom Kunden angegebenen E-Mail-Adresse und nach Aktualität. |
Immer verwenden: Eingabe- und Ausgabevariablen
Für Flow-basierte Agentenaktionen sind immer mindestens eine Eingabevariable und mindestens eine Ausgabevariable im Flow erforderlich. Selbst wenn diese Variablen nicht erforderlich wären, bliebe es immer noch die bewährte Methode, Eingabe- und Ausgabevariablen zu verwenden. Ihre Flows sind präziser, wenn Sie ihnen mehr Kontext geben, und Ihre Agenten funktionieren besser, wenn ihre Flows die richtigen Daten senden.
Auch wenn Ihnen keine Daten einfallen, die Sie an den Agenten übergeben könnten, gibt es dennoch etwas, das Sie in einer Ausgabevariablen immer senden sollten: Fehlermeldungen. Agenten erwarten ein Ergebnis von einem Flow, auch wenn dieses Ergebnis lediglich die Meldung "IHR FLOW IST BEENDET" ist. Aber Flows können fehlschlagen und unerwartete Fehler verursachen. Ohne Daten aus dem Flow wird sich Ihr Agent wahrscheinlich entschuldigen und eine allgemeine Nachricht wie "Es ist ein Fehler aufgetreten" anzeigen. Oder er könnte dem Kunden andere Daten anzeigen, ohne jeglichen Kontext, nur weil er irgendetwas präsentieren möchte.
Um dies zu verhindern (und auch um die Anforderung der Ausgabevariable zu erfüllen), erstellen Sie eine Ausgabevariable, die detailliertere und nützlichere Fehlermeldungen anzeigt. Verwenden Sie Fehlerpfade und Zuweisungselemente in Ihrem Flow, um die Fehlermeldung in einer Ausgabevariablen festzulegen. Teilen Sie Ihrem Agenten dann unbedingt mit, wie und wann diese Ausgabevariable verwendet werden soll. Wir zeigen Ihnen in den folgenden Lektionen, wie sich dies konfigurieren lässt.
Keine Angst vor Datensatzvariablen
Datensatzvariablen dienen nicht nur der Arbeit innerhalb von Flows. Auch Agenten können Datensatzvariablen abrufen! Wenn Sie Ihrem Agenten mehrere Felder aus einem Datensatz oder sogar aus mehreren Datensätzen senden müssen, erstellen Sie nicht mehrere Variablen. Erstellen Sie stattdessen eine Datensatzvariable oder eine Datensatz-Sammlungsvariable für diese Daten und machen Sie sie für die Ausgabe verfügbar. Angenommen, Ihr Agent fordert vier Felder aus einem offenen Kundenvorgang an. Statt vier getrennte Variablen zu verwenden, geben Sie diese vier Felder aus dem Kundenvorgang in einer Datensatzvariablen zurück. Wenn Sie mehrere Kundenvorgänge zurückgeben möchten, können Sie diese in einer einzelnen Datensatz-Sammlungsvariablen zurückgeben.
Ihr Agent empfängt dann alle diese Daten und kann sie nutzen. Und wenn der Agent gemäß seinen Anweisungen die Daten dem Kunden präsentieren soll, organisiert er diese Daten zunächst in einem nützlichen, lesbaren Format.
Lassen Sie Ihren Flow Ihren Agenten nicht überfüttern
Wenn ein Agent Daten aus einem Flow erhält, tendiert er zu der Annahme, dass die Daten zu etwas verwendet werden sollen. Er kann die Daten zur Entscheidungsfindung nutzen oder sie dem Kunden unnötigerweise anzeigen. Er zeigt dem Kunden möglicherweise sogar Daten an, die er gar nicht sehen sollte. Daher sollten Sie einen Agenten niemals Daten übergeben, die er nicht verwenden soll.
Unglücklicherweise widerspricht diese Regel der allgemeinen Konfiguration Ihres Flows zum Abrufen von Datensätzen. Die Standardeinstellung für die Datenspeicherung lautet "Alle Felder automatisch speichern", aber Ihr Agent benötigt wahrscheinlich gar nicht alle diese Felder. Wählen Sie stattdessen die Einstellung "Choose fields and assign variables" (Felder auswählen und Variablen zuweisen) für eine separate Datensatzvariable, und wählen Sie nur die Felder aus, die der Agent benötigt.

Erteilen der richtigen Berechtigungen für Ihren Agenten
Mitarbeiterorientierte Agenten verwenden die Berechtigungen des Benutzers, der mit dem Agenten interagiert, während extern orientierte Agenten die Berechtigungen eines einzelnen dedizierten Benutzers verwenden. Da Agenten mit den entsprechenden Berechtigungen auf alle Ihre Salesforce-Daten zugreifen können und es riskant ist, Agenten Zugriff auf zu viele Daten zu erteilen, ist es besonders wichtig, sicherzustellen, dass jeder dedizierte Benutzer eines Agenten nur über die erforderlichen Berechtigungen verfügt. Widerstehen Sie der Versuchung, ihm Zugriff auf Daten zu erteilen, die er eigentlich nicht benötigt.
Zum Steuern der Berechtigungen eines Agenten sollten Sie zunächst nach dem Agentenbenutzer suchen, der diesem Agenten zugewiesen ist. Sie können diesen Benutzer auf der Detailseite des Agenten anzeigen und ändern.

Nachdem Sie den Agentenbenutzer bestimmt haben, erteilen Sie diesem Benutzer die Berechtigungssätze, Profile und Rollen, die er benötigt, um ihre Flows auszuführen und die Anforderungen Ihrer Kunden zu bedienen.
Viele kleinere Flows statt eines großen Flows
Agenten profitieren von modularem Design: viele kleine Aktionen, die jeweils eine Aufgabe ausführen. Diese Aktionen können auf vielfältige Weise kombiniert und in vielen Agenten wiederverwendet werden.
Also woher wissen Sie, wo die Grenze zu ziehen ist, die einen Flow vom anderen abgrenzt? Überlegen Sie, wie Sie Flows mit einem Agenten verknüpfen: Sie erstellen für jeden Flow eine Agentenaktion. Und das Schlüsselwort hier heißt "Aktion". Wenn ein Agent aufgefordert wird, eine Aktion auszuführen, definiert diese Aktion in der Regel ihrerseits die Grenzen des Flows. Wenn beispielsweise ein Agent gebeten würde, die Phase einer Opportuniy zu ändern, wäre dies eine Aktion, die von einem Flow ausgeführt wird. Wenn der Agent außerdem gebeten würde, den Schlusstermin zu ändern, ohne die Phase zu ändern, wäre das eine separate Aktion, die von einem anderen Flow ausgeführt würde. Andererseits benötigen Sie keine separate Aktion und keinen separaten Flow für jeden möglichen Wert des Felds "Stage" (Phase), da der Flow ein Element "Update Records" (Datensätze aktualisieren) verwenden kann, um das Feld auf jeden gewünschten Wert festzulegen.
Wenn die angeforderte Aktion jedoch eine gleichzeitige Aktualisierung von Phase und Schlusstermin mit sich bringen würde, könnten Sie das mit einem Agentenaktions-Flow erledigen, da es sich um eine einzelne Anforderung handelt.
Interaktionspunkte sind eine weitere hervorragende Möglichkeit, die Grenzen von Flows festzulegen. Agenten können Kunden nicht mitten im Gespräch um Informationen bitten. Wenn Ihr Agent also Informationen präsentieren oder fragen muss, wie es weitergehen soll, ist das in der Regel eine gute Grenze. Stellen Sie sich ein Agententhema für die Verwaltung von Opportunities vor, bei dem der Agent möglicherweise mehrere Aufgaben ausführen muss.
- Den Kunden fragen, welche Opportunity verwendet werden soll
- Daten zu dieser Opportunity abrufen
- Im Besitz der richtigen Daten den Kunden fragen, wie der Agent ihm helfen soll
- Die vom Kunden angeforderte Aktion ausführen
In diesem Szenario kann ein Flow die Schritte 1 und 2 bearbeiten. Der Agent kümmert sich um Schritt 3. Schritt 4 sollte aus einem oder mehreren separaten Flows bestehen, je nachdem, was der Agent noch mit dem Opportunity-Datensatz des Kunden tun kann.
Sonstige Überlegungen
Hier sind einige weitere Punkte, die Sie bei der Arbeit mit Flows in Agenten beachten sollten.
Keine langen Textzeichenfolgen an eine Variable senden
Textvariablen können nur 255 Zeichen enthalten, und Zeichen, die diesen Grenzwert überschreiten, werden abgeschnitten. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie einer Eingabevariablen vom Datentyp "Text" Texte von unbekannter Länge zuweisen. Wenn Sie mehr als 255 Zeichen Text an einen Flow senden müssen, arbeiten Sie mit einem Entwickler zusammen, um stattdessen eine Apex-definierte Variable zu erstellen.
Möglichst eindeutiger Text
Tun Sie alles, was Sie können, um Ihrem Agenten zu helfen, den Kontext und die Anweisungen zu verstehen. Verwenden Sie vollständige Sätze mit richtiger Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Wenn Sie Text an einer Stelle eingeben, an der Sie keine Leerzeichen verwenden können, z. B. im API-Namen einer Variablen, fügen Sie zur besseren Übersichtlichkeit Unterstriche zwischen den Wörtern ein. Verwenden Sie beispielsweise "Account_ING_Number" anstelle von "AccountINGNumber".
Vermeiden unvollständiger Ausgabedatentypen
Diese komplexen Datentypen können nicht mithilfe von Ausgabevariablen an den Agenten zurück übergeben werden.
- Währung
- Auswahlliste
- Auswahlliste mit Mehrfachauswahl
- Durch Apex definiert
Wenn Ihr Flow dafür konfiguriert ist, einen dieser Datentypen an einen Agenten zu übergeben, kann der Agent keine Ausgabevariablen mehr verarbeiten.
Erneutes Erstellen einer Agentenaktion, wenn sich die Flow-Variablen ändern
Wenn Sie eine Agentenaktion aus einem Flow erstellen, fertigt die Aktion einmalig einen Schnappschuss der Ein- und Ausgabevariablen des Flows an. Dieser Schnappschuss ist statisch. Er wird nicht aktualisiert, wenn Sie die Variablen des Flows ändern. Zum Vermeiden von Problemen, wenn der Agent den Flow mit veralteten Variablen ausführt, müssen Sie die Agentenaktion löschen, eine neue Agentenaktion erstellen und den Flow der Agentenaktion zuweisen.
