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Befolgen der fünf Hauptprinzipien integrativer Führung

Lernziele

Nachdem Sie diese Lektion abgeschlossen haben, sind Sie in der Lage, die folgenden Aufgaben auszuführen:

  • Erläutern der fünf Prinzipien integrativer Führung
  • Umsetzen der Prinzipien integrativer Führung in die Praxis

Integrative Führung erfordert ständige Praxis, Mut, Respekt und Reflexion. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir alle auf unserem Weg zur Chancengleichheit Lernende sind. Wir müssen Raum für Fehler lassen, Fortbildungsmöglichkeiten schaffen und mit der positiven Absicht voranschreiten, Chancengleichheit zu erreichen. Nachfolgend sind fünf Möglichkeiten aufgeführt, wie Sie dies in Ihrem eigenen Arbeitsumfeld umsetzen können, um einen integrativen Arbeitsplatz für alle zu schaffen.

1. Mit Schwerpunkt Chancengleichheit führen

Integrieren Sie Chancengleichheit in alles, was Sie tun. Behalten Sie Chancengleichheit bei jeder geschäftlichen Entscheidung und Beziehung im Auge. Wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen und in unserem Handeln erkennbar rücksichtsvoll sind, haben wir die Chance, die Kultur um uns herum zu beeinflussen, das Gleiche zu tun. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie Sie in Ihrem Unternehmen als Führungskraft mit Blick auf Chancengleichheit agieren können.

  • Fügen Sie Chancengleichheit Ihren Zielen hinzu: Wie wir wissen, werden unsere Geschäfte durch Prioritäten gesteuert. Priorisieren Sie Chancengleichheit, indem Sie sie formell zu Ihren jährlichen Vorgaben und Zielvorstellungen für Ihr Team und Ihr Unternehmen hinzufügen.
  • Auf Integration ausgelegte Einstellungsverfahren umsetzen: Vielfalt und Integration gehen Hand in Hand. Um sicherzustellen, dass Ihre Arbeitsumgebung die verschiedenen Communities widerspiegelt, die Sie beschäftigen, versuchen Sie, integrative Einstellungsverfahren in Ihre Personalbeschaffungsstrategie zu integrieren. Es folgen die wichtigsten Prinzipien bei Salesforce für integrative Einstellungsverfahren:
  1. Wir streben an, den qualifiziertesten Kandidaten für die Stelle einzustellen.
  2. Wir streben einen Kandidatenpool an, der unsere Communities widerspiegelt.
  3. Wir gewährleisten faire und gerechte Einstellungsverfahren.
  4. Wir ordnen Kandidaten Kernkompetenzen und unseren Wertvorstellungen zu, nicht der kulturellen Übereinstimmung.
  5. Im Vorstellungsgespräch liegt der Schwerpunkt auf Chancengleichheit, Werten und Ohana.

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  • Seien Sie ein Verbündeter: Wenn wir über das Gefühl der Integration sprechen, betonen wir die Ideen, sich geschätzt, gehört und bestärkt zu fühlen. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Stimmen und Plattformen unserer Mitarbeiter zu verstärken, indem wir vier einfache Verhaltensweisen von Verbündeten befolgen: Fragen stellen, Zuhören, Präsenz zeigen, Sich einsetzen. Fragen Sie andere nach ihren Erfahrungen und teilen Sie Ihre eigenen. Hören Sie mitfühlend zu und versuchen Sie, andere Perspektiven zu verstehen. Zeigen Sie Präsenz, indem Sie sich sehen lassen, engagiert sind und sich einsetzen. Äußern Sie sich für die Sache und geben Sie sich als Verbündeter zu erkennen.

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Wenn Sie als Führungskraft diese Schritte umsetzen, zeigen Sie Ihrem erweiterten Team, wie sie ein Verbündeter in ihrem eigenen Leben werden können. Weitere Informationen finden Sie im Modul Strategien für Verbündete der Chancengleichheit.

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"Ich denke, dass es gerade für Menschen in Führungspositionen sehr wichtig ist, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich die Menschen so fühlen, als könnten sie ihre Stimme wirklich einbringen. Geben Sie ihnen das Gefühl, dass sie nicht einmal eine Erlaubnis dafür brauchen, weil es nämlich ihr Recht ist." Iliana Quinonez, Director, Leader Solution Engineering und LatinoForce bei Salesforce

  • Erkennen Sie die einzigartigen Stärken Ihres Teams: Jeder Mensch bringt eine besondere Qualität mit an den Tisch. Einige können besser in der Öffentlichkeit reden, während andere z. B. begabtere Autoren sind. Oder einige werden von großen Ideen angetrieben, während andere aufgabenorientiert vorgehen. Das Verständnis dieser Fähigkeiten und Vorzüge hilft Ihnen festzustellen, wie Sie für alle eine angenehmere und von Hilfsbereitschaft geprägte Umgebung schaffen können.
  • Flexible Unterstützung: Das Anbieten von Unterstützung für bedeutende Ereignisse im Leben sowie unterschiedliche Familien- und Wohnstrukturen ermöglicht allen Menschen gleiche Chancen auf Erfolg am Arbeitsplatz. So können z.B. Betreuer von der Flexibilität bei Bring- und Abholzeiten für die Schule profitieren. Uns stehen viele mobile Arbeitsmittel zur Verfügung, wie z. B. Videokonferenzen und Zusammenarbeitsanwendungen wie Quip. Nutzen Sie diese Technologien, um mehr Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes zu ermöglichen und alle Familien zu unterstützen.
  • Fördern Sie aktive Mitarbeiterführung und -entwicklung: Sie werden möglicherweise feststellen, dass Ihren Mitarbeiter sehr an der Förderung der Chancengleichheit gelegen ist. Wenn Sie den Mitarbeitern Zeit geben, an Freiwilligenaktivitäten oder Veranstaltungen der Ressourcengruppen für Mitarbeiter teilzunehmen, können sie nützliche geschäftliche Fähigkeiten entwickeln, sich außerhalb ihres Teams vernetzen, sie an einem tieferen Sinn für das Ziel ausrichten und einen positiven sozialen Wandel an Ihrem Arbeitsplatz und in Ihrer Arbeitsumgebung bewirken. Sie können Ihre Unterstützung für diese Aktivitäten sichtbar unter Beweis stellen, indem Sie sich bei diesen Veranstaltungen anerkennend als Verbündeter zeigen.

2. Mutige und ehrliche Gespräche führen

In einem inspirierenden Ted Talk-Vortrag sprach Mellody Hobson, President, Ariel Investments, über die Wichtigkeit, bei Gesprächen bei der Arbeit die Hautfarbe nicht immer krampfhaft auszuklammern. Auch beim Dreamforce Equality Summit 2017 von Salesforce sprach sie zu diesem Thema.

Mellody Hobson lächelt in einem Schnappschuss vom Dreamforce Equality Summit 2017.

Ebenso können wir alle mit mutigen Gesprächen über alle Themen der Gleichstellung führen, um durch einen ehrlichen Dialog ein höheres Maß an Verständnis und Mitgefühl zu erreichen. Es ist jedoch wichtig, dass wir diese Gespräche mit Wahrhaftigkeit und Respekt führen. Hier sind ein paar Tipps für mutige und ehrliche Gespräche.

  • Hören Sie mit Mitgefühl zu: Zuhören zu können, ist ein Hauptmerkmal von Verbündeten. Einen Schritt weiter zu gehen, also mit Mitgefühl zuzuhören, ist der Unterschied zwischen Zuhören, um zu antworten, und Zuhören, um zu verstehen. Mitgefühl ist die Grundlage von Chancengleichheit. Wenn Sie sich als Führungskraft die Zeit nehmen, mit offenem Ohr zuzuhören, kann dies die Art und Weise, in der Sie sich mit Ihren Mitarbeitern beschäftigen, grundlegend verändern, da sie immer selbstbewusster mit ihrer Stimme umgehen und ihre Erfahrungen austauschen.
  • Teilen Sie Ihre eigene Geschichte mit: Auch das Erzählen persönlicher Geschichten ist ein weiterer Bereich, in dem es wichtig ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Um wirklich eine Kultur zu schaffen, in der sich Mitarbeiter ermutigt fühlen, ihre Erfahrungen zu teilen und ihr wahres Ich zur Arbeitsstelle zu bringen, ist es wichtig, die Führungsrolle zu übernehmen und ihre eigene authentische Geschichte zur Chancengleichheit vorzutragen.
  • Schaffen Sie eine Kultur der Transparenz: Schaffen Sie ein Umfeld, in dem andere sich bestärkt fühlen, füreinander einzutreten und Probleme ohne Angst anzusprechen. Richten Sie Plattformen für Mitarbeiter ein, damit sie dies auf komfortable und sichere Weise tun können. Fordern Sie mithilfe anonymer Umfragetools wie GetFeedback regelmäßig Feedback an und stellen Sie sicher, dass der Prozess zur Meldung eines Problems klar ist.
  • Fördern Sie einen gesunden Diskurs: Seien Sie offen für unterschiedliche Ansichten und ermutigen Sie andere, ihre Meinung zu äußern. Denken Sie daran, dass der Diskurs positiv ist und Innovation fördert. Laut der Kellogg-Studie "Better Decisions Through Diversity" (siehe den Abschnitt "Ressourcen" dieser Einheit) schneiden heterogene Gruppen besser als homogene Gruppen ab, da Vielfalt eine sorgfältigere Informationsverarbeitung auslöst, die in homogenen Gruppen fehlt. Helfen Sie, Innovation voranzutreiben, indem Sie dafür sorgen, dass jeder gehört wird und alle Sichtweisen geschätzt werden.
  • Stellen Sie Verantwortlichkeit und Versöhnlichkeit in den Vordergrund: Wenn es zu diesen schwierigen Gesprächen kommt, ist es nur natürlich, dass Menschen Fehler machen werden. Als Führungskraft können Sie Ihre Mitarbeiter ermutigen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen – wobei Sie verstehen, dass ihre Absicht zwar positiv war, dass es aber auf die Wirkung ankommt. Gleichzeitig ist es wichtig, Versöhnlichkeit zu betonen und die nächsten Schritte festzulegen, um aus einer unangenehmen Situation herauszufinden. Wir alle machen Fehler und können unsere Fehler als Chance nutzen zu lernen, wie wir alle bessere Menschen werden können.

3. Integrative Meetings abhalten

Google hat die Studie "What Google Learned From Its Quest to Build the Perfect Team" (siehe den Abschnitt "Ressourcen" dieser Einheit) erstellt, in der zwei Verhaltensweisen identifiziert wurden, die alle guten Teams in der Regel gemeinsam hatten. Die Verhaltensweisen waren 1.) Gleichheit bei der Verteilung der Redezeit und 2.) hohe durchschnittliche soziale Sensibilität. Wenn also jeder in einer Besprechung mindestens einmal das Wort ergreift und das Team ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen zeigt, ist seine Leistung besser.

Meetings sind ein Grundpfeiler moderner Arbeitsumgebungen. Wenn wir über Fragen der Integration sprechen, hören wir oft, dass Frauen und Minderheiten sich in Meetings schwer tun und sich nicht gehört oder anerkannt fühlen. Führungskräfte sollten die folgenden Schritte umsetzen, um Meetings für alle zu einer integrativeren Erfahrung zu machen.

  • Stellen Sie sicher, dass alle gehört werden: Tun Sie Ihr Bestes, um sicherzustellen, dass alle in einer Besprechung zu Wort kommen. Bei Bedarf fragen Sie diejenigen, die etwas stiller sind, z.B. "Was denken Sie?" oder "Wie würden Sie an dieses Problem herangehen?" Wenn jemand unterbrochen wird, stellen Sie sicher, dass Sie dies sofort ansprechen. Sie können das tun, indem Sie sagen: "Ich glaube nicht, dass der aktuelle Redner mit seinen Ausführungen fertig ist."
  • Laden Sie Mitarbeiter ein, am Tisch Platz zu nehmen: Treffen Sie sich jedes Mal mit derselben Teilgruppe? Bringen Sie neue Stimmen aus anderen Gruppen ein, um sicherzustellen, dass vielfältige Perspektiven und Ideen geteilt werden.
  • Denken Sie auch an Remote-Mitarbeiter: In der modernen IT-Welt finden wir uns oft in einem Meeting mit Menschen, die zu Hause oder auf der ganzen Welt an Videokonferenzen teilnehmen. Es passiert schnell, dass man diejenigen, die nicht im Raum sind, vergisst oder ausschließt. Machen Sie es sich zur Aufgabe, die Teilnehmer der Videokonferenz anzusprechen und dafür zu sorgen, dass ihre Meinung gehört wird.
  • Verteilen Sie Lob und Anerkennung: Es kann frustrierend sein, wenn jemand eine großartige Idee vorschlägt, um dann festzustellen, dass jemand anderes die gleiche Idee formuliert und dafür Lob einheimst. Ebenso ist es demotivierend, hart an einem Projekt zu arbeiten und dann festzustellen, dass ein anderer die Anerkennung dafür bekommt. Als Führungskraft können Sie dem entgegenwirken, indem Sie die Person, die die ursprüngliche Idee entwickelt oder an dem Projekt gearbeitet hat, sichtlich würdigen und ihren Beitrag unterstreichen.
  • Notizen abwechseln erstellen lassen: Dies kann zwar unbedeutend erscheinen, aber eine häufige am Arbeitsplatz gemeldete Mikroaggression (eine Handlung, die als eine indirekte, subtile oder unbeabsichtigte Diskriminierung von Mitgliedern einer marginalisierten Gruppe angesehen wird) ist, dass Frauen oft Notizen für das Meeting verfassen und daher in diesem Rahmen nicht als Führungspersönlichkeit oder Stimmführerin wahrgenommen werden. Um dies zu vermeiden, lassen Sie Notizen abwechselnd von immer einer anderen Person aufzeichnen.

4. Bei Aufgabenverteilung und Beförderungen fair agieren

Die Art und Weise, in der Führungskräfte Aufgaben verteilen und den Beförderungsprozess angehen, wirkt sich nachhaltig auf die Integration aus. Mitunter fließt Voreingenommenheit ein, sodass ein Vorgesetzter anfängt, immer wieder den gleichen Leuten hochkarätige Arbeitsaufträge zu erteilen, ohne es zu merken. Dies wiederum wirkt sich auf Beförderungen aus. Mitarbeiter mit Aufgaben mit neuen Herausforderungen (Aufgaben, die darauf abzielen, einen Mitarbeiter zu reizen oder herauszufordern, über seine Fähigkeiten hinauszugehen, um ein geschäftliches Problem zu lösen) sind in einer besseren Position für eine schnellere Beförderung. Wenn Aufgaben ungleich verteilt werden, bleiben andere letztlich demotiviert oder unzureichend unterstützt zurück. Sie sollten Folgendes beachten:

  • Verteilen Sie hochkarätige Projekte gleichmäßig: Fragen Sie sich: "Erhalten immer wieder dieselben Leute in meinem Team hochkarätige Projekte?" Geben Sie allen Mitgliedern Ihres Teams die Möglichkeit, ihren Beitrag zu leisten.
  • Prüfen Sie bei Beförderungen Folgendes: Hatten alle die gleichen Chancen? Wurden alle Kandidaten fair beurteilt?
  • Machen Sie den Beförderungsprozess nachvollziehbar: Ist Ihr Beförderungsprozess transparent? Wissen die Mitarbeiter, was nötig ist, um befördert zu werden? Finden ganzjährig Gespräche zur beruflichen Weiterentwicklung statt?

Faire und gerechte Beförderungen fördern Chancengleichheit am Arbeitsplatz und wirken sich auf das Betriebsergebnis aus. McKinsey stellte fest, dass Unternehmen im obersten Quartil für Geschlechterdiversität in ihren Führungsteams nun mit einer um 21 % höheren Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlich profitabel sind und Unternehmen im obersten Quartil für ethnische Vielfalt mit einer um 33 % höheren Wahrscheinlichkeit. Vielfältigkeit auf allen Ebenen ist nicht nur richtig, sondern auch schlau.

5. Mit allen Beteiligten feiern und den Zusammenhalt stärken

Feiern und Aktivitäten zum Fördern des Teamzusammenhalts sind wichtige Bestandteile unserer Kultur und unseres Arbeitslebens. Sie bringen uns unseren Kollegen in einem entspannten und unterhaltsamen Rahmen näher. Achten Sie als Führungskraft darauf, wie Ihr Team feiert und den Zusammenhalt stärkt. Häufig lassen wir, ohne es zu merken, Leute aufgrund der Art oder Zeit der geselligen Aktivität außen vor. Zum Beispiel kann es für Betreuer schwieriger sein, an einer Happy Hour teilzunehmen als an einer Mittagsveranstaltung, weil sie Kinderbetreuungspflichten haben. Auch wenn die Aktivität durchweg eine Sportart wie Fußball oder Volleyball ist, kann dies für Menschen mit körperlichen Behinderungen isolierend sein.

Berücksichtigen Sie bei der Planung einer Teamaktivität die Zeit (z. B. Happy Hour oder Mittagessen), den Ort und die Art der Aktivität (z. B. Sportbar oder Freiwilligenarbeit) und ob jeder in der Lage ist, an der gewählten Aktivität teilzunehmen und sein authentisches Ich zu zeigen.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zur Chancengleichheit

Wir können alle unseren Beitrag dazu leisten, Chancengleichheit in unseren Unternehmen zu fördern und integrative Arbeitsumgebungen zu schaffen. Wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder geschätzt, gehört und zugehörig fühlt, bewirken wir nachhaltige positive Veränderungen für unsere Teams, unsere Unternehmen und die Gesellschaft um uns herum.

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